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Wenn der Staat Gefahr läuft…

… die Bodenhaftung zu den eigenen Bürgern zu verlieren – warum habe ich u.a. hier schon beschrieben – bleibt eingetragenen, und somit gemeinnützigen, Vereinen anscheinend die Aufgabe vorbehalten, das nötige Vertrauen zu institutionalisierten Verbänden wieder aufzubauen. Basisarbeit leistend, anstatt derer, die da im Elfenbeinturm herum gammeln, ihren Rolli reinigen oder über die Quadratur der Netzsperrenkreise grübeln.

Ich denke, es spricht nicht gerade für einen Staat, wenn man aus Quasi-Notwehr zu harten Verschlüsselungsmethoden greifen muss. Klar könnte man nun argumentieren, dass wir immerhin noch die Freiheit dazu haben, andererseits wäre es derzeit selbst für Wolfgang Schäuble wohl zu schwierig, ein generelles Verschlüsselungsverbot zu etablieren – dafür muss unser Lieblingsopfer und Bundesrolli noch einige Jahre Ängste vor vermeintlichen Terroristen schüren; vielleicht klappt es dann ja, was wohl keiner hofft.

Nun, solange es noch möglich ist, “privat” zu surfen, sollte man dies auch nutzen.

Und da kommen wir zu einem eingetragenen Verein, dem FoeBuD, dessen Zweck folgendermaßen aussieht:

Der FoeBuD e.V. setzt sich seit 1987 für Bürgerrechte und Datenschutz ein. Beim FoeBuD treffen unterschiedlichste Menschen zusammen, die Technik und Politik kritisch erkunden und menschenwürdig gestalten wollen.

Wie sich die Vereinsarbeit konkret darstellt, kann man an einem passenden Beispiel (nach Klick auf das Banner) direkt mal ausprobieren. Es handelt sich hier um ein praktisches Gadget: Einen USB-Stick, der einen für Tor gepatchten Firefox enthält, keine Cookies speichert und somit einen Grundrahmen der Anonymität liefert – die Software ist auch frei herunter ladbar und kann dann selber auf einem Stick installiert werden.

Aber Achtung! Ich zitiere hier direkt von der Seite:

Verwechseln Sie also nicht Anonymität mit Vertraulichkeit. Stellen Sie sich vor, Sie würden sich mit einer Maske in einer Gesellschaft bewegen – wenn Sie Ihre Identität durch den Inhalt Ihrer Gespräche enthüllen, wird die Maske nutzlos. Auch möchten Sie trotz Maske nicht ohne weiteres Ihre persönlichen Geheimnisse mitteilen.

Gilt also auch hier: Holzauge sei wachsam!

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